Die Altersvorsorge im Wandel der Zeit

Was versteht man unter dem Begriff Altersvorsorge?

Altersvorsorge VersicherungUnter dem Terminus Altersvorsorge versteht man sämtliche  Maßnahmen, die man im Laufe seines Lebens trifft, um im Alter oder auch natürlich zu dem Zeitpunkt an dem die reguläre Erwerbtätigkeit endet, seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Grundsätzliches Ziel der Altersvorsorge ist es dabei, dass man seinen Lebensstandard im Alter halten kann, ohne staatliche Sozialleistungen in Anspruch nehmen zu müssen.

Der Begriff der Altersvorsorgeversicherung bezieht sich primär auf die angebotenen Versicherungen, die speziell für eine finanzielle Versorgung im Alter konzipiert sind.

Geschichte der Altersvorsorge

In früheren Zeiten oblag dem Familienverbund die Aufgabe, die ältere Generation zu versorgen. Primär wurden hier Sachleistungen erbracht. Funktionieren konnte dieses Konzept der Altersvorsorge allerdings nur, wenn ausreichend Nachkommen existierten, die die Aufgabe der Altersvorsorge übernehmen konnten.

Selbstverständlich waren hierbei Grundbesitz bzw. Hausbesitz oder landwirtschaftliche Nutzflächen eine enorme Erleichterung, um die Altersversorgung zu gewährleisten.

Doch mit dem Verlauf der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein deutlicher gesellschaftlicher Wandel ein. Zum einen wurden Familienverbände durch eine zunehmende Mobilität auseinandergerissen.  Überdies hinaus resultierte die Industrialisierung auch in einer zunehmenden Verarmung der unteren Bevölkerungsschichten.

Die Konsequenz: jüngere Generationen war es nicht mehr möglich, die etablierte Form der Altersversorgung zu leisten.

Die Altersvorsorge im 17. und 18. Jahrhundert

Bereits im 17. Jahrhunderts wurden vom Staat Pensionskassen für Militärangestellte und  Zivilangestellte eingerichtet, die das bis dahin etablierte Modell der Altersversorgung stützten. Im 18. Jahrhundert kamen nicht mehr nur Staats- und Militärangestellte in den Genuss der Altersversorgung, auch die betriebliche Altersversorgung wurde eingeführt.

Die Altersvorsorge im 19. und 20. Jahrhundert

Im ausgehenden 19. Jahrhundert war es dann Bismarck, der durch seine Sozialgesetzgebung eine gesetzliche Altersrente einführte.

Interessant in Bezug auf die gesetzliche Altersrente ist, dass diese in ihren Anfängen als kapitalgedeckte Rente angelegt war. Doch aufgrund der zwei Weltkriege ging der Kapitalstock der gesetzlichen Altersrente verloren.

Selbstverständlich leistete die Inflation ebenfalls einen wesentlichen Beitrag. Aus diesem Grund wurde in den 1950ger Jahren die kapitalgedeckte Altersrente umgestellt auf das Umlageverfahren.

 So wie sich die Gesellschaft im Laufe der vergangenen Jahrhunderte wandelte, so veränderte sich auch die Altersversorgung. Die Altersvorsorge oblag im 19. Und 20. Jahrhundert nicht mehr länger dem Familienverbund, sondern wurde vielmehr zur Aufgabe größerer Gruppen, sprich dem Kollektiv, der Versichertengemeinschaft und dem Staat.

Die Altersvorsorge im 21. Jahrhundert

Der gesellschaftliche Wandel steht nicht still, und so ist es nicht verwunderlich, dass auch in unseren Zeiten sich der Wandel innerhalb der Gesellschaft ihren Niederschlag in der Altersversorgung findet.

Seit den 1990ger Jahren rückt nunmehr die Verantwortlichkeit für die eigene Altersversorgung immer mehr in den Vordergrund. Altersvorsorge Versicherungen sind gefragter denn je und finden sich in den unterschiedlichsten Varianten. Gerade, um den persönlichen Lebensstandard auch im Alter halten zu können, ist eine Altersvorsorge Versicherung ein Muss, denn die staatliche Rente allein reicht in den meisten Fällen hierfür nicht aus.

Zu den beliebtesten Varianten der Altersvorsorge Versicherung zählen dabei neben der Riester Rente und der Rürop Rente auch die private Rentenversicherung. Auch Investmentfonds oder Immobilien sind beliebte Möglichkeiten, um eine private Altersvorsorge zu treffen.